Materialreinheit und die Verwendung von recyceltem Kunststoff gehören in dasselbe Gespräch, da beide davon abhängen, wie gut ein Unternehmen Herkunft, Verarbeitung und Nachweise versteht. Ein Material kann nicht als konform betrachtet werden, nur weil es auf dem Papier technisch geeignet klingt.
Für Anwendungen mit Lebensmittelkontakt sind die nützlichen Fragen spezifischer. Woher kommt das Material? Was ist bei der Bearbeitung damit passiert? Wie wird das Kontaminationsrisiko kontrolliert? Und können diese Antworten so dokumentiert werden, dass sie einer ernsthaften Überprüfung standhalten?
Recycelte Kunststoffe erhöhen den Druck, da sie Beschaffungsambitionen mit Anforderungen an die Rückverfolgbarkeit verbinden. Die Herausforderung besteht nicht nur darin, zukünftige Ziele für den Recyclinganteil zu erreichen. Dies geschieht mit Material, das weiterhin für den Lebensmittelkontakt geeignet ist.
Deshalb sollten Reinheitsstandards und Recyclinganteilplanung nicht getrennt werden. Sobald recycelter Input in die Produktionslinie gelangt, werden Lieferantenqualifikation, Prozesstransparenz und Dateiqualität immer wichtiger und nicht weniger.
In der Praxis besteht der sicherere Weg darin, die Einhaltung der Vorschriften für recyceltes Plastik als eine Beweiskette zu betrachten. Das Unternehmen muss den Weg des Materials verstehen, nicht nur sein Etikett.
