Der Verpackungszeitplan für 2026 ist wichtig, weil mehrere Entscheidungen, die man bisher verschieben konnte, jetzt feste Termine bekommen. Für Gastronomiebetriebe geht es nicht darum, jede Regel auf einmal auswendig zu lernen. Entscheidend ist, welcher Stichtag zuerst den Einkauf verändert, welcher den Lagerbestand trifft und wo noch Planungszeit bleibt.
Der erste Termin, den man wirklich im Blick haben sollte, ist der 12. August 2026. Dann beginnt die PPWR spürbar in den Einkauf hineinzuwirken, und die PFAS-Grenzwerte werden für Lebensmittelkontakt-Verpackungen konkret. Papierformate mit Fettbarriere sollten deshalb vor diesem Datum geprüft werden, nicht danach.
Direkt danach kommt die Frage nach Altbeständen und Übergangsmaterialien. Wer noch mit älteren Kunststofflinien arbeitet, muss wissen, welche Referenzen weitergeführt werden können und welche vorzeitig zum Risiko werden.
Danach verlagert sich der Druck in Richtung Mehrweg, Recyclingfähigkeit und Formatanpassung. Diese Punkte entstehen nicht über Nacht, sollten aber auch nicht bis zum letzten Moment liegen bleiben. Lieferantengespräche, Format-Mapping und Ersatztests brauchen Monate, nicht Tage.
Sinnvoll ist ein Zeitplan in drei Ebenen. Zuerst sichert man alles ab, was Verkäufe blockieren oder sofortiges Risiko erzeugen kann. Danach kommen die Formate, die besonders stark von Einweg- oder Mehrwegdruck betroffen sein werden. Und erst dann folgt der längere Umbau in Richtung 2030.
Wer das gut steuert, versucht nicht, alles in einem Zug zu lösen. Gute Teams ordnen das Risiko, gehen Schritt für Schritt vor und halten die Reihenfolge sauber.

